Ufergestaltung Pipeline Lochau-Bregenz
- Keywords: Hochbau, Hochwasserschutz, Tiefbau, Spezialtiefbau
- Jahr: 2022–2023
- Ort: Lochau-Bregenz
- Architekt: Nägele Waibel ZT GmbH
Aufgabenstellung
Sanierung des Bodenseeufers zwischen Bregenz und Lochau (Bauabschnitt 03).
Die Stadt Bregenz plante die umfassende Sanierung des rund 930 m langen Uferabschnitts zwischen Bregenz und Lochau. Ziel des Projekts war die sichere Trennung von Rad- und Fußverkehr durch eine Verbreiterung des Uferbereichs mit Flachufer, Kolkschutz sowie neuen Ufermauern.
Die Bauarbeiten mussten unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen wie einer hohen Grundwasserlage sowie einer großräumigen Verkehrsumleitung umgesetzt werden. Zusätzlich waren Maßnahmen zum Schutz des Bodensees und zur Gewährleistung des Hochwasserschutzes zu berücksichtigen.
Herausforderungen
Die größte Herausforderung stellte die Logistik der Baustelle dar. Innerhalb von rund sechs Monaten mussten über 100.000 m³ Schüttmaterial angeliefert, aufbereitet und eingebaut werden.
Parallel dazu erfolgten umfangreiche Rammarbeiten für die neue Ufermauer sowie Versetzarbeiten für Zugänge und Badeabgänge zum Bodensee.
Besondere Anforderungen ergaben sich durch die gleichzeitige Koordination zweier Baustellenbereiche (Steilufer und Flachufer), die Sicherstellung eines effizienten Materialflusses sowie durch die Organisation der Materialtransporte über Land und teilweise über den See.
Darüber hinaus mussten Gewässer- und Hochwasserschutzmaßnahmen, Wasserhaltungen sowie eine sorgfältige Baulogistik und Verkehrslenkung entlang der stark frequentierten L190 umgesetzt werden.
Lösungskonzept
Durch die Zusammenarbeit in einer ARGE mit i+R Bau GmbH und Tomaselli Gabriel Bau GmbH konnte die anspruchsvolle Materiallogistik effizient umgesetzt werden. Das benötigte Schüttmaterial der Güteklasse A2G wurde angeliefert, aufbereitet und direkt in den Bauablauf integriert.
Der Baufortschritt wurde durch parallele Arbeiten an zwei Baufronten optimiert. Überschüssiges Material aus dem Steiluferbereich konnte im Flachuferbereich wiederverwendet werden, wodurch Transportwege reduziert und Ressourcen effizient genutzt wurden.
Zur Sicherung der neuen Ufermauer wurde eine Spundbohlenwand errichtet und anschließend mit Betonfertigteilplatten verkleidet. Ergänzende Maßnahmen wie temporäre Spundwände zur Wasserhaltung, erhöhte Baustraßen sowie umfassende Gewässerschutzmaßnahmen gewährleisteten einen sicheren und umweltverträglichen Bauablauf.
Durch eine klare Trennung von Baustellen- und öffentlichem Verkehr sowie eine transparente Informationsbereitstellung für die Öffentlichkeit konnte das Projekt effizient und störungsarm umgesetzt werden.